Das Gefühl der „quietschsauberen“ Zähne
Der reichhaltige, schaumige Schaum, den Sie beim Zähneputzen bekommen, fühlt sich effektiv an, ist aber weitgehend ein kosmetischer Effekt. Der verantwortliche Inhaltsstoff ist in der Regel ein Reinigungsmittel namens Natriumlaurylsulfat (SLS). Gepaart mit diesem Schaum ist das physische „Schrubb“-Gefühl, das von Schleifmitteln herrührt, die in die Paste gemischt werden. Zusammen erzeugen diese beiden Komponenten das kraftvolle „quietschsaubere“ Gefühl, das den Verbrauchern als Zeichen für einen gesunden Mund beigebracht wurde. Die Wissenschaft offenbart jedoch eine schädlichere Geschichte.
Das Problem mit Schaum: Die irritierende Wahrheit über SLS
SLS ist ein starkes Tensid, weshalb es so effektiv Schaum erzeugt. Leider kann dieselbe Reinigungswirkung für das empfindliche Gewebe in Ihrem Mund aggressiv sein. SLS kann die schützende Schleim- und Speichelschicht, die Ihre Mundhöhle auskleidet, entfernen, was zu Trockenheit, Reizungen und einer beeinträchtigten Abwehrbarriere führt. Diese Reizung ist mit mehreren häufigen und schmerzhaften oralen Gesundheitsproblemen verbunden:
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Aphten (Aphthöse Geschwüre): Eine wachsende Anzahl von Beweisen deutet auf einen starken Zusammenhang zwischen SLS und Aphten hin. Studien haben gezeigt, dass Patienten, die zu wiederkehrenden Geschwüren neigen, eine signifikante Abnahme der Anzahl der Geschwüre, ihrer Dauer und der von ihnen verursachten Schmerzen erfahren können, indem sie einfach zu einer SLS-freien Zahnpasta wechseln.
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Schleimhautablösung: Manche Menschen erfahren nach der Verwendung von Zahnpasten mit SLS eine Ablösung oder Abschuppung der inneren Schicht ihrer Wangen und Lippen. Dies ist ein direktes Zeichen für Gewebeirritationen, die durch das aggressive Reinigungsmittel verursacht werden.
Das Problem mit dem Schrubben: Wenn „sauber“ zu „Schaden“ wird
Die Abrasivität einer Zahnpasta wird auf einer wissenschaftlichen Skala namens Relative Dentin Abrasivity (RDA) gemessen. Während ein gewisser Grad an Abrieb erforderlich ist, um Plaque und Oberflächenverfärbungen zu entfernen, sind viele Zahnpasten – insbesondere die für die Zahnaufhellung vermarkteten – stark abrasiv und können im Laufe der Zeit irreversible Schäden verursachen. Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper, wächst aber nicht mehr nach, sobald er einmal weg ist. Die Folgen dieser allmählichen Erosion sind schwerwiegend:
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Erhöhte Zahnempfindlichkeit: Wenn sich der Zahnschmelz abnutzt, legt er die weichere, poröse Schicht darunter frei, die Dentin genannt wird. Diese Schicht enthält winzige Kanälchen, die direkt zum Nerv des Zahnes führen und bei Kontakt mit heißen, kalten oder süßen Reizen starke Schmerzen verursachen.
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Vergilbung der Zähne: Ironischerweise können übermäßig abrasive aufhellende Zahnpasten Ihre Zähne schließlich gelblicher aussehen lassen. Wenn der strahlend weiße Zahnschmelz dünner wird, beginnt die natürlich gelbere Farbe des darunter liegenden Dentins durchzuscheinen.
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Zahnfleischrückgang: Die aggressive Schrubb-Wirkung kann auch Zahnfleischgewebe reizen und abnutzen, wodurch es zurückgeht und die empfindlichen Zahnwurzeln freigelegt werden.
Der Schaden durch diese Inhaltsstoffe ist nicht isoliert; er wird verstärkt. Die chemische Aggression von SLS entfernt die schützende Schmierschicht des Mundes und macht Zähne und Zahnfleisch anfällig. Die mechanische Aggression aggressiver Schleifmittel schrubbt dann dieses exponierte, ungeschützte Gewebe und verstärkt den physischen Schaden. Dies schafft einen Teufelskreis, in dem chemische Reizung und physikalische Abrasion zusammenarbeiten, um mehr Schaden anzurichten, als es jeder einzelne Inhaltsstoff allein tun würde.
Das Triclosan-Thema: Ein zu riskantes antibakterielles Mittel
Einige Zahnpasten enthielten einst ein aggressives antibakterielles Mittel namens Triclosan zur Bekämpfung von Plaque und Gingivitis. Dieser Inhaltsstoff wurde jedoch von der FDA aufgrund ernsthafter gesundheitlicher Bedenken aus vielen Verbraucherprodukten verbannt. Er wird als endokrin wirksame Chemikalie (EDC) eingestuft, was bedeutet, dass er die Hormone des Körpers stören kann, und seine weit verbreitete Verwendung hat Bedenken hinsichtlich der Förderung des Wachstums antibiotikaresistenter Bakterien aufgeworfen. Triclosan stellt einen veralteten „Brute-Force“-Ansatz zur Mundgesundheit dar, der zu Recht durch sicherere, intelligentere Lösungen ersetzt wurde.
